Gläserne Scheune

Der Räuber Heigl trieb sein Unwesen die meiste Zeit im Zellertal, setzte sich, wenn es ihm zu brenzlig wurde, oft nach Böhmen ab. Trieb seine Lumpenstücke aber auch im Viechtacher Raum und wanderte einmal mit einem Kumpanen bis Landshut, um den Leuten auf dumme Tour das Geld abzuluchsen. Lange Zeit war die heute noch erhaltene „Räuber Heigl-Höhle“ auf dem Kaitersberg sein sicheres Versteck. Viele Jahre wurde er von seinen Häschern gejagt, bis man ihn endlich dingfest machte. In Straubing wurde er abgeurteilt, man verhängte die Todesstrafe über ihn. Das Volk schrieb ein Gnadengesuch an den König, was dieser auch erhörte und so schickte man den Heigl ins Zuchthaus, wo er während eines Streites mit einem Mithäftling von diesem getötet wurde.

Das Schicksal des sagenumwobenen Räubers aus dem Bayerischen Wald ist teils in symbolhafter Form und teils als Moritat an der Außenseite des Raumes kraftvoll auf Glas gemalt. Das Bild erstreckt sich bis unter das Dach der Scheune, ist aber zeitweilig durch eine Zwischendecke geteilt. Den Mittelpunkt des riesigen Glasgemäldes bildet ein Baum aus dem das ganze Geschehen herauswächst.